Mögliche Stolpersteine und mögliche Meilensteine ...

Hallo Leute, wir wünschen euch erst einmal noch ein frohes neues Jahr!

In der letzten Zeit ist erneut einiges geschehen und wir haben wieder einen Meilenstein auf dem Weg zu unserer neuen Anlage passiert.

Aber der Reihe nach:

Bereits vor einiger Zeit haben wir für das Probemodul Weichen-Bausätze für das Tillig Elite-Gleis bestellt. Die Bausätze sind jetzt da. Den Ersten, für die stärker gebogene Weiche, haben wir zusammengesetzt. Ist eigentlich recht einfach. Interessant ist nun, die Weiche in der richtigen Geometrie für das Gleis zu fixieren. Wenn die zweite Weiche dann fertig zusammengesetzt ist, werden wir das Ganze auf dem Probemodul einbauen und ausrichten. Davon gibt’s dann demnächst einen Bericht.

Im Laufe der letzten Woche haben wir die erste Tranche Holz für die Spanten der Hauptanlage bestellt, damit es auch hier dann weiter gehen kann. Wir lassen wieder eine Platte in passende Streifen schneiden.

Für uns das Highlight der letzten Woche war die Lieferung unseres Planausdrucks durch die Firma BRIMA Modellanlagenbau. Nach dem Ausrollen auf den vorbereiteten Rahmen wurde uns nun erst die wirkliche Dimension unseres Vorhabens deutlich. Das gibt eine richtige Club-Anlage! So etwas baut kaum jemand zu Hause. Das schafft man nur zusammen in einer Gemeinschaft.

Wenn ihre also Lust habt, mit zu bauen und zu gestalten, kommt Freitags Abends zu uns und macht mit!

 

Weichen für das Probemodul

Leider ist uns zu spät aufgefallen, dass wir auf unserem Probemodul keine "verbogenen" Weichen eingeplant haben. Das hat sich in der Zwischenzeit geändert. Ein einfacher Gleiswechsel ziert nun unser Probemodul. Also zunächst im Plan und hoffentlich bald auch physisch. 

Aber warum sind die "verbogenen" Weichen so wichtig für uns. Und was meinen wir eigentlich mit "verbogener" Weiche?

Aus den einschlägigen Modellbahnkatalogen kennen Sie sicherlich die unterschiedlichen Weichentypen, die dort angeboten werden. Es gibt kurze Weichen,die nur langsam durchfahren werden könne und lange schlanke Weichen, die schnell durfahren werden können. Neben Einfachweichen (EW) gibt es noch Bogenweichen (Innenbogen-/Außenbogenweichen) und Doppelweichen (meistens als "Dreiwegeweichen" bezeichnet) sowie Kreuzungsweichen. Bei der großen Bahn im Maßstab 1:1 werden Einfachweichen als Einheitsbauformen gefertigt. Bogenweichen hingegen werden speziell für den Radius gebaut, der für eine bestimmte Kurve benötigt wird.

Da wir die Weichen nicht aus Einzelteilen bauen wollen, greifen wir auf eine Weiche von Tillig zurück, die ein flexibles Schwellenband hat. Der Bausatz muss unseren Bedürfnissen entsprechend so montiert werden, dass die von uns benötigte Weiche entsteht. 
Wichtig ist, dass man die Weichengeometrie dabei nicht verändern kann. Eine 9,4 Grad Weiche mit 7,5 Grad Herzstückwinkel ist und bleibt eben eine EW5. Ganz egal, ob ein Gleis gerade ist oder beide Gleise als Kurve konstruiert sind.

Anhand der normalen Geometrie wird also eine Weiche konstruiert, bei der das Hauptgleis dem Bogenverlauf der Hauptstrecke folgt. Wir biegen eine gerade Weiche zu einer Innenbogenweiche.

Da wir in unserem Bahnhof einige dieser gebogenen Weichen benötigen, ist es wichtig, hier Erfahrungen zu sammeln. Weichenbau will bestimmt auch gelernt sein; Bogenweichenbau ist bestimmt gleich noch ein bisschen schwieriger!

Weiterlesen: Weichen für das Probemodul

Wie soll die Anlage leise werden?

Erfahrungsgemäß ist es ja so, dass Modellbahnzüge, die auf Gleisen fahren, welche direkt auf dem Trassenbrett verlegt sind, ziemlich laut sein können. Die Frage ist nun: "Wie werden die Züge leiser?"

Es gibt verschiedene Möglichkeiten. Die einfachste ist sicherlich, ein Bettungsgleis, z.B. Rocoline, zu verwenden. Bei diesen Gleissystemen hat man aber wenig Möglichkeiten, die Gleise nach eigenem Gefallen einzuschottern.

Es soll also eine andere Möglichkeit gefunden werden. Einige verwenden Kork als Unterbau für ihre Gleise; der ist uns eigentlich noch zu hart. Wir haben uns für das Probemodul 4mm starke Streifen aus Zellkautschuk besorgt. Zellkautschuk ist ein relativ weiches Material, dass sich aber bei einer flächigen Lasteinleitung, z.B. durch einen Schwellenrost, nicht verformen wird. Ein erster Rolltest am Freitag ergab schon sehr positive, sprich leise Ergebnisse.

Die Gleise werden wir wohl mit einer Art dauerelastischem Kleber fixieren, da wir auch hier eine mechanische Befestigung in die Unterkonstrution vermeiden wollen.

Und was ist mit dem "großen" Plan?

Das, meine lieben Leser, habt ihr euch bestimmt auch schon gefragt. "Wie geht's denn da weiter?" Der Plan unserer großen Anlage war gestern Thema eines zusätzlich Termins im Club.

Wir haben uns mit den Positionen der Spanten beschäftigt. Wir haben die Spanten so umkonstruiert, dass sie auch in den Ecken rechtwinkelig zur Anlagenkante stehen. In diesen Positionen tragen sie die Trassenbretter am besten, ohne große Zusatzkonstruktionen einbauen zu müssen.

Auch haben wir uns über die nächsten Schritte an unserem Probemodul ausgetauscht. Wir werden uns Dämmmaterial für den Gleiskörper besorgen, um auch in diesem Bereich die Vorgehensweise ausprobieren zu können.

Weiter steht die Frage im Raum: "Wie sollen die Gleise befestigt werden?" Nageln bzw. schrauben kommt eigentlich, wegen der Geräuschübertragung in das Trassenbrett, nicht in Frage. Wenn also da jemand schon einschlägige Erfahrungen gesammelt hat, darf er sich gerne bei uns melden und uns beim bauen helfen.

Grundlagenforschung und die Ergebnisse daraus ...

Am Freitag, dem 24.11.2017, haben wir zunächst mit Hilfe eines großen Bogens Kohlepapier die Trassen von unserem Plan auf die Holzplatte übertragen, um sie auszusägen. Nach dem Übertragen haben wir erstmals Spanten montiert; diese hatten wir ja bereits letzte Woche zugeschnitten. Mit Stützhölzchen werden die Spanten auf dem Grundrahmen befestigt. In gleicher Weise ist es auch möglich, Spanten zu verbreitern oder zu erhöhen. Dazu später sicher mehr.

In die aufgebauten Spanten wurde das Trassenbrett für die verdeckte Strecke eingeschoben. Eine andere Art des Einbaus gibt es nicht; das heißt, Spanten- und Trassenbau müssen Zug-um-Zug erfolgen. Außerdem stellten wir fest, dass die vorgesehenen Durchfahrtsöffnungen in der Breite zu knapp bemessen sind. Durch den manuellen Zuschnitt des Holzes ergeben sich doch recht deutliche Maßtolleranzen, denen Rechnung getragen werden muß.

Letztlich hatten wir zum Ende des Tages ein recht ansehnliches 3D-Modell von unserem Plan, bestehend aus Spanten und Trassen.

Bis zum nächsten Mal .... ....